Google Ads für Start Ups

Lucas Obstfeld

FOUNDER

24. Januar 2022

Der Hype um Google Ads hat in den letzten 10 Jahren kontinuierlich abgenommen. Google Ads haben sich immer mehr von “der Wunderwaffe” im Marketing zu einem langweiligem & teurem Kanal entwickelt. Gerade in der Start Up Welt werden Google Ads oft sträflich vernachlässigt. Zu teuer die CPCs, zu groß der Vorsprung der Konkurrenz. Die Gesetze und Regelungen rund um DSGVO und die daraus drohenden Abmahnungen haben Google Ads gefühlt den Todesstoß versetzt.  

Mit Facebook und Instagram Ads stand eine funktionierende Lösung bereit. Und so wurden die Google Ads in den letzten Jahren immer mehr vernachlässigt.

Dass Google, weder organisch noch paid, zu vernachlässigen ist, sollte eigentlich jedem klar sein. Google als Firma wäre nicht dort, wo sie seit Jahren ist, wenn die Ads nicht funktionieren würden. Und sich in die Abhängigkeit von einem Kanal, egal ob Facebook oder Google, zu begeben, ist auch keine gute Strategie.

Dabei funktionieren Google Ads nicht weniger als noch vor Jahren. Die Plattform ist aber durch den gestiegenen Wettbewerb und große Brands mit viel Kapital stärker umkämpft. Hinzu kommt, dass Google daran gearbeitet hat, das Interface von Google Ads zu vereinfachen und so gleichzeitig wichtige Einstellungen erschwert hat. Insgesamt hat dies dazu geführt, dass das Schalten von Google Ads einfacher aussieht, aber insgesamt deutlich schwieriger geworden ist.

Warum Google Ads für Start Ups so wichtig sind

Google Ads stellen für jedes Unternehmen, so auch Start Ups, einen wichtigen Vertriebskanal dar. Doch gerade für Start Ups, die anders als etablierte Unternehmen, noch viel mehr um Aufmerksamkeit und Auffindbarkeit kämpfen müssen, sind die Ads ein absolutes Muss!

Betrachtet man nur die Search Ads und Shopping Ads hat man bereits zwei mächtige Möglichkeiten, um User auf das jeweilige Produkt oder die Dienstleistung aufmerksam zu machen.
Und das Entscheidende dabei: der User wird im Moment der Suche, also im Moment des Bedürfnisses, auf das Produkt aufmerksam. Mithilfe von Google Ads schafft man also eine Verbindung von Problem zu Lösung, genau dann, wenn der User diese auch sucht. Google Search & Shopping Ads sind demnach ein Pull-Kanal

Die beschriebenen Umstände machen Google Ads für ein Start Up so wertvoll. Denn speziell in der Anfangsphase einer Unternehmung ist es wichtig, Sales zu generieren, Umsatz zu erzielen und so den Cashflow am Laufen zu halten. Und was gibt es naheliegenderes, als User gezielt anzusprechen, die ein Problem erkannt haben und nun aktiv auf der Suche nach Lösungen sind?

Kurz zur Klarstellung: Facebook Ads, Pinterest, TikTok – alles ist wichtig und hat seine Daseinsberechtigung. Genauso Google Ads. Das Leben ist nicht schwarz oder weiß, entweder oder. Im Idealfall werden mehrere Kanäle im Marketing-Mix berücksichtigt.

Im Normalfall werden mehrere Kanäle regelmäßig bespielt, so natürlich auch bei Start Ups. Hier geht es primär darum, das Zusammenspiel zwischen den Kanälen herzustellen und so die Wirkung der einzelnen Maßnahmen noch zu verstärken. Deutlich wird das z.B. am Beispiel einer Brand Kampagne in Google Ads.

Es liegt in der Natur der Sache, dass ein Start Up zu Beginn noch wenig Markenbekanntheit vorweisen kann. Es werden also viele Push-Maßnahmen, wie Facebook Ads ergriffen, um die User proaktiv auf die Brand und das Produkt aufmerksam zu machen. Soweit so gut. Doch was passiert, wenn man durch diese Maßnahmen einen ersten Touch Point mit der Brand hat, sich die Website oder die genaue URL nicht gemerkt hat? Man fängt an zu googeln.
Da Start  Ups aber oft noch nicht in der Google Suche auffindbar sind, oder eine generische Suche, also ohne Brand Namen durchgeführt wird, kommt es wahrscheinlich dazu, dass die Suche ins Leere läuft und die Brand beim User in Vergessenheit gerät. Somit wären alle vorherigen getroffenen Maßnahmen ohne Erfolg und hätten nur Geld verbrannt.

Genau dieses Problem kann mithilfe einer Brand Kampagne verhindert werden!
Brand Kampagnen, bezeichnen Google Ads Kampagnen, die auf den Brand Namen, ggf. auf den Brand Namen + Hauptleistung geschaltet werden.
Durch diese Art von Kampagne wird sichergestellt, dass bei allen relevanten Suchanfragen, die den Brand Namen enthalten, eine Anzeige ausgespielt wird und so der User auf die Website und somit ans Ziel geleitet wird.

Warum Google Ads so oft unprofitabel sind

Google Ads sind teuer. Es gibt Produkte und Dienstleistungen, bei denen es sich nicht lohnt Search Ads zu schalten. Der CPC ist schlichtweg zu hoch und so die Möglichkeiten auf anderen Plattformen deutlich größer. Es ist aber nur zu empfehlen, zu checken, ob das eigene Produkt oder die angebotene Dienstleistung zu diesen teuren Bereichen gehört. Denn das ist oft nicht der Fall.

Oft kommt es vor, dass durch eine fehlende Strategie und falsche Einstellungen die Kampagnen nicht rentabel sind. Solange das Produkt einen Markt hat, werden User danach bei Google suchen. Das ist Fakt. Da Google Ads wie bereits erwähnt aber aktuell overprized ist, muss die Account-Strategie gut durchdacht sein und die Einstellungen richtig getroffen werden.

Genau in diesem Punkt schießt sich Google in meinen Augen seit Jahren ein Eigentor:
Durch die vereinfachte Google Ads Oberfläche, Express Kampagnen und Budgetempfehlungen, die zu falschen Erwartungen führen, wird das Gefühl vermittelt, dass Google Ads ein Kinderspiel sind. Aber genau wie jede andere Sache im Leben bedarf es auch hier an viel Wissen, Erfahrung und einigen Tests, um profitable Kampagnen aufzusetzen. Facebook hat es geschafft, diese Test-Mentalität und viele Beratungscalls mit Experten zu etablieren – Google hat dies leider versäumt.

Suchintention schlägt Gebotsstrategie

Bei Facebook Ads gilt: Das passende Creative schlägt die Strategie.
Bei Google ist dies ähnlich. Nur in Bezug auf die Suchintention. Es ist viel wichtiger, die Suchintention der User zu verstehen, um so neben passenden Anzeigen vor allem die richtigen Inhalte auszuspielen. Konkret bedeutet dies, dass User die in der Awarenessphase sind, nicht mit Produkt- oder leistungsbezogenen Ads bespielt werden. Dies führt entweder zu genannten unprofitablen Kampagnen oder im schlimmsten Falle zur kompletten Vermeidung der Brand.

Um erfolgreiche Search- und Shopping Ads zu schalten, führt daher kein Weg um ein Verständnis der Suchintention herum. Was zunächst sehr banal klingt, sieht man in der Praxis jedoch häufig. Keywords werden schnell eingebucht, großes Suchvolumen lockt natürlich direkt breite generische Keywords einzubuchen. Im Anschluss wird dann oft über die falsche Keyword-Option oder Gebotsstrategie gesprochen. Dies mag zusätzlich stimmen, der große Hebel und häufigste Fehler in der täglichen Arbeit in Google Ads liegt aber in der Suchintention.

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